Befiederungsgerät für Speerschäfte
 

Die hier gezeigte Vorrichtung stellt eine Synthese aus einem mittelalterlichen Gerät, dass ich auf einer Internetseite fand, und einem modernen, mit Magnetklammer gehaltenem Befiederungsgerät dar.
Der komplette Träger wurde hier aus Aluminium gefertigt, aber mit Sicherheit ist ein Aufbau auch aus Holz zu realisieren.

Vorbereitung:
Die rohe Feder, Gesamtlänge ca. 25 cm - 10 Zoll, wird von mir mittels einer dafür angefertigten Holzschablone (im Bild sieht man eine Parabol-Form) geschnitten. Hierbei ist eine Nutzlänge von vielleicht max. 23 cm machbar, weil der hintere Teil des Federkiels doch schon sehr dünn wird. Der linke und rechte Überstand des Federkiels dient einer späteren Umwicklung mittels Garn.

Zur Funktionsweise:
Die Feder (im Bild leicht rötlich) wird anschliessend in die Stahlklammer (im Bild hellblau) eingelegt und mit der Flügelmutter festgeklemmt. Der Federkiel steht an der Unterkante der Klammer hervor.
Der Speerschaft wird in die Vorrichtung gelegt und an dem runden Bund (Längenanschlag) angesetzt. Hierbei sollte schon vorher auf die spätere Lage des Schaftes in der Schleuder geachtet werden. Hält man den Schaft mit zwei Händen hoch wird er sich bedingt durch seine leichte Biegung in eine bestimmte Richtung drehen. Diese Lage ist beim Befiedern zu berücksichtigen, so dass sich die erste Feder in dieser Stellung oben befindet.
Die Unterseite des Federkiels wird mit Klebstoff bestrichen (ich benutze dazu 'Saunders NPV'). Den Kleber dann noch leicht mit dem Finger gleichmässig verstreichen.
Die Rückseite der Klammer wird nun oberhalb des Schaftes auf die Magneten gesetzt und anschliesend daran hinunter auf den Schaft geschoben. Die Magneten und das Gewicht der Klammer garantieren einen festen und gleichmässigen Sitz.
Nach einer entspechenden Trocknungszeit kann die Flügelmutter gelöst und die Klammer am Bügel nach oben von der Feder weggezogen werden.
Der Schaft wird nun um 120 Grad weiter gedreht und der Klebevorgang wiederholt sich. Mit der dritten Feder wird genauso verfahren.
Damit die Verbindung stabil bleibt, umwickele ich am Ende die Kielenden mit Garn und verharze dieses mit Klebstoff.

Interessierte finden im Downloadbereich eine vermaßte Zeichnung dieser Vorrichtung.
Sollten andere Bauteile benutzt werden ist ein Anpassen der Maße notwendig. Die geklammerte Feder muss mittig auf dem Speerschaft sitzen. Statt der hier verbauten Industrie-Magnete können mit Sicherheit z. B. Magnete für Schranktüren Verwendung finden. Ich habe die Vorrichtung ausgelegt für einen Schaftdurchmesser von 12 Millimetern.
Die beiden Gabeln mit der Breite 13 mm (wegen eventueller Maßschwankungen) dienen der Vorzentrierung des Schaftes. Die 'roten' Maße sind Funktionsmaße, die in Vebindung mit der runden Auflage R6, dem Maß 14 und der 30-Grad-Rampe eine gleichmässige Befiederung (3x 120 Grad) gewährleisten sollen.